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Säuglingshaut – was wissen wir zu Prävention und Behandlung der atopischen Dermatitis?

Bildquelle: © PD Dr. C. Schnopp, München

Bericht zum „HiPP Expertenworkshop: Hautpflege“

10.2016

Im Rahmen eines Workshops diskutierten Experten die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse aus der Hautforschung und mögliche praktische Konsequenzen. Gerade im Bereich der atopischen Dermatitis (Neurodermitis) macht die Wissenschaft große Fortschritte.

Bei Kindern mit einer Vorbelastung für atopischen Dermatitis (AD) rückt die präventive Hautpflege (von Geburt an) als neuer, vielversprechender Ansatz derzeit in den Focus der Wissenschaftler. Erste Studien zeigen, dass eine mindestens einmal täglich durchgeführte Haut- Basispflege des gesamten Körpers mit einem geringeren Risiko einhergeht, eine AD zu entwickeln. Als praktische Konsequenz dieser neuen Erkenntnisse empfehlen die Experten, vorbelastete Kinder von Anfang an mit einer Basispflege zu behandeln.

Auch für Kinder mit manifester AD spielt die regelmäßige Basispflege eine wichtige Rolle, da sie dem Hautbarriere-Defekt entgegenwirken kann. Die Experten raten hier zu einem täglichen kurzen Bad und anschließender Hautpflege des gesamten Körpers.

Ein noch neues Forschungsgebiet stellt das Mikrobiom der Haut dar. Wie groß dessen therapeutisches und präventives Potential ist, lässt sich noch nicht absehen. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass sich durch die Beeinflussung des Mikrobioms der Haut zusätzliche Therapieansätze für die AD gewinnen lassen.

Für gesunde Säuglinge und Kleinkinder gelten folgende aktuelle wissenschaftliche Pflege-Empfehlungen:

  • Baden ist besser geeignet als waschen.
  • Nach dem Baden (zweimal pro Woche) sollten die Kinder am ganzen Körper eingecremt werden, um die Hautfeuchtigkeit wieder herzustellen bzw. zu erhalten.


Pflegeempfehlungen kompakt Beratungskarten

Experten-Interview mit Privatdozentin Dr. med. C. Schnopp
Pflege bei Neurodermitis

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HiPP Expertenworkshop: Hautpflege (47578)

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