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Belebte Bio-Flächen: Doppelt so viele Insekten

05.2020
zusammengefasst von Dr.
oec. troph. Stephanie Ruf

Die Artenvielfalt hat in den letzten Jahrzehnten in großen Teilen Europas spürbar abgenommen. Als großer Treiber dafür gilt die Intensivierung der Landwirtschaft. Wissenschaftler untersuchten nun in einer von HiPP unterstützten Studie den Insektenbestand auf ökologisch und konventionell bewirtschafteten Flächen.

Studiendesign: Im Rahmen des Projekts wurden auf den Flächen eines Bio-Bauernhofs in Bayern von April bis Oktober 2018 Nachtfalter, Fluginsekten und sonstigen Insektengruppen mit Hilfe von Licht- und Malaisefallen gesammelt. Zum Vergleich erfassten man zeitgleich die Insektenbestände auf konventionell bewirtschafteten Flächen mit ähnlicher Struktur und Umgebung.

Die Fangergebnisse untersuchten Experten der Zoologischen Staatssammlung München und der TU München mit modernsten Methoden hinsichtlich Biomasse, Vielfalt und Artenzusammensetzung. Die Resultate der Pilotstudie wurden nun in der Fachzeitschrift Ecology & Evolution veröffentlicht.

Ergebnisse: Bei gesammelter Menge, Artenvielfalt, Häufigkeit stark gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Arten liegt die ökologisch bewirtschaftete Fläche klar in Führung. Gemessen an der Biomasse fanden sich auf den ökologisch bewirtschafteten Grünflächen mehr als doppelt so viele Insekten, verglichen mit konventioneller Bewirtschaftung.

Fazit: Die Untersuchung unterstützt die naheliegende Vermutung, dass ökologischer Anbau effektiv dazu beiträgt, den Artenverlust in landwirtschaftlich geprägten Gegenden aufzuhalten.

Erfahren Sie mehr, wie sich HiPP für die Artenvielfalt einsetzt: bio-weitergedacht.de