Fortbildungen & Online-Seminare
„Evidenzbasiert begleiten – sicher handeln in Schwangerschaft und Wochenbett“
Datum: 28.09.2027
Anmeldeschluss: 14.09.2027
Uhrzeit: 07:30 - 16:00
Ort:
Panorama Hotel Billstedt
Billstedter Hauptstraße 44
22111 Hamburg
Deutschland
Dr. med. Arne N. Beyer Assistenzarzt Pädiatrische Kardiologie/ Universitätsklinikum Münster
Anpassungsstörungen beim Neugeborenen früh erkennen
Zwischen physiologischer Anpassung und Warnsignal
Die ersten Lebensstunden und -tage sind eine Zeit enormer Umstellung: Atmung, Kreislauf, Temperatur, Ernährung und Stoffwechsel - alles muss sich gleichzeitig neu organisieren. Doch wann ist eine Auffälligkeit noch Teil der normalen Anpassung und wann wird sie zum Warnsignal? In diesem Vortrag werden die wichtigsten Anpassungsvorgänge nach der Geburt beleuchtet und praxistaugliche Empfehlungen vermittelt.
Neugeborenenikterus sicher begleiten
Handlungskompetenz für Hebammen zwischen Physiologie und Risiko
Bis zu 80 % aller Neugeborenen entwickeln in den ersten Lebenstagen einen meist harmlosen Ikterus. Wird eine schwere Hyperbilirubinämie übersehen, drohen jedoch bleibende neurologische Schäden. Hebammen sind in dieser kritischen Phase oft die ersten Fachpersonen an der Seite der Familie und damit in einer Schlüsselposition, um gefährdete Kinder rechtzeitig zu erkennen.
In diesem praxisorientierten Vortrag erfahren Sie, wie Sie Risikofaktoren systematisch identifizieren und sinnvolle Diagnostik einleiten, warum Stillförderung gleichzeitig Ikterusprävention ist und welche Warnzeichen eine sofortige kinderärztliche Vorstellung erfordern.
Der Vortrag verbindet aktuelles Leitlinienwissen mit konkreten Handlungsempfehlungen für den Betreuungsalltag.
Jennifer Vagt - Hebamme
Jenseits der Norm – Bedürfnisorientierte Diagnostik bei Gestationsdiabetes – zwischen Mutterschaftsrichtlinie und Lebensrealität
Der 50-Gramm-Test steht fest im Kalender, der Glucosewert bestimmt den weiteren Weg der Schwangerschaft. Doch was, wenn die Frau vor mir den Test ablehnt, ihn anders erleben möchte oder ihre Fragen in der Leitlinie schlicht nicht vorkommen? In diesem Praxisvortrag ordnen wir ein, was Mutterschaftsrichtlinie und aktuelle Leitlinie zur Diagnostik des Gestationsdiabetes vorgeben und werfen einen Blick über den Tellerrand: Welche Alternativen und individuellen Wege gibt es jenseits des Standardprozederes, und wie begegnen wir den Bedürfnissen der Frauen, ohne die Evidenz aus dem Blick zu verlieren? Für Hebammen, die Diagnostik nicht nur empfehlen, sondern gemeinsam mit der Frau gestalten wollen.
Dr. Enninger/ Dr. Hölz
„Früher sagte man Koliken …
Neues zu Störungen der Darm-Hirn-Interaktion bei Säuglingen und wie man sie beeinflussen kann
Instagram und TikTok sind voll mit Behauptungen zum kindlichen Mikrobiom – Vaginal Seeding, Wunder-Tropfen, die „ersten 1.000 Tage" als Verkaufsargument.
Dr. Axel Enninger (Klinikum Stuttgart, Olgahospital) /. Dr. Hannes Hölz (Ludwigs-Maximilian Universität, München) ordnet in diesem Praxisvortrag ein, was wissenschaftlich belegt ist und was nicht: Mikrobiomentwicklung, Allergieprävention nach aktueller Leitlinie und die neuen Rom-V-Kriterien – verständlich, evidenzbasiert und mit direktem Bezug zu Ihrem Beratungsalltag. Für Hebammen, die Eltern sachlich und ohne Verunsicherung begleiten wollen.
Teilnahmegebühr:
70,00 € inkl. MwSt.
Fragen gerne an: Veranstaltungsmanagerin Sabrina Paulus, hebammenakademie@hipp.de, Telefon: 08441/757-795
Anerkennung / Fortbildungs-Punkte:Die Fortbildung entspricht 8 Fortbildungsstunden.
Bezahlung:Sie erhalten nach erfolgreicher Anmeldung eine automatische Bestätigung per Email. Die Rechnung über die Teilnahmegebühr senden wir Ihnen per Post zu.
Anfahrt:
Zurück zur Fortbildungsübersicht