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8. Workshop-Report 2020

Allergieprävention bei Neugeborenen

28.07.2020

Aktuell werden in der Forschung die gesundheitlichen Vorteile der Muttermilch und deren präventive Rolle in der Entstehung von Allergien untersucht. Zahlreichen Studien zufolge sind bis zu 10 % der Kinder in westlichen Ländern von Nahrungsmittelallergien betroffen, womit diese zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter zählen. Zudem gibt es Hinweise auf eine Zunahme der Prävalenz. Somit stellen wirksame Strategien zur primären Allergieprävention eine wichtige Möglichkeit dar, um die Gesundheit von Kleinkindern in diesem entscheidenden Zeitfenster positiv zu beeinflussen.

Viele Experten sind sich einig, dass Stillen einen bedeutenden Beitrag zur Allergieprävention leistet, wobei die Datenlage hierzu noch sehr heterogen ist. Für die Primärprävention allergischer Erkrankungen kommen sowohl ernährungsbezogene als auch nicht-ernährungsbezogene Maßnahmen in Betracht. Beispielsweise hat sich gezeigt, dass das Aufwachsen auf dem Bauernhof Kinder wirksam vor Allergien schützt.

Man geht davon aus, dass ein Ungleichgewicht im Mikrobiomprofil die Ausbildung des Immunsystems beeinträchtigen und so das Risiko eine Allergie zu entwickeln, steigern kann. Diese Veränderungen können zum einen das Ergebnis von Umweltfaktoren sein, die für den westlichen Lebensstil typisch sind. Zum anderen wird die unterschiedliche Zusammensetzung der Nahrung für das pandemische Auftreten von Allergien wie der Nahrungsmittelallergie verantwortlich gemacht.

Lesen Sie hier den Report:

Volltextzugriff: Die Ergebnisse des Workshops wurden als Beilage in der Fachzeitschrift "Monatsschrift Kinderheilkunde" Band 168, Heft 8, im Aug 2020 publiziert.

Inhalt

  • Weltweiter Anstieg der Nahrungsmittelallergien
  • Umweltfaktoren verändern Mikrobiota und Allergierisiko
  • Schutz vor Allergien durch Muttermilch
  • Asthmaprävention
  • Hygienehypothese
  • Biodiversitätshypothese
  • Mechanismen zur Toleranzsteigerung bei Neugeborenen
  • Geringeres Allergierisiko bei Bauernhofkindern